Tod, Traumata, Krankheiten, Trauer, Behinderungen, Kriege, Religion, Alkohol, Politik und Sexualität sind Themen, die in der pädagogischen Diskussion häufig als „Tabu“ bezeichnet werden. Die vorliegende empirische Untersuchung erforscht daher die Wahrnehmung solcher Themen durch Lehrkräfte und Schüler und analysiert, inwieweit diese im Englischunterricht italienischer Sprachgymnasien präsent oder weitgehend abwesend sind. In der Didaktik wird das „Unaussprechliche“ nämlich häufig aus Lehrmaterialien und praktiken ausgeschlossen, sei es aus Gründen des emotionalen Schutzes und der kulturellen Sensibilität, sei es im Bestreben, eine als „neutral“ und „sagbar“ geltende Bildung zu fördern. Dieser Ausschluss wirft folglich Fragen zur Vollständigkeit der sprachlichen und kulturellen Bildung der Schüler auf sowie zu ihrer Fähigkeit, sich angemessen auszudrücken, wenn sie mit komplexen, realen Erfahrungen konfrontiert werden. Aus diesem Grund werden die Kriterien für die Inhaltsauswahl sowohl aus didaktischer als auch aus curricularer und unterrichtspraktischer Perspektive betrachtet. Im Rahmen der Untersuchung erfolgt somit eine Analyse der einschlägigen interkulturellen Fachliteratur, begleitet von einer Untersuchung der Unterrichtspraktiken, einer Fokusgruppe mit Englischlehrkräften sowie einem an Schüler gerichteten Fragebogen, der Einblicke in deren Wahrnehmung der Auswirkungen von Tabus auf ihre Lernerfahrung bietet. Vor diesem Hintergrund wird das Klassenzimmer als Raum des Dialogs zwischen der Herkunftskultur der Schüler, der Schulkultur und der Kultur der Zielsprache verstanden, ein Dialog, in dem sich das Tabu gerade an den Schnittstellen zeigt und Unterschiede zwischen dem, was als bekannt vorausgesetzt wird, und dem, was als „unaussprechlich“ gilt, sichtbar macht. Die Ergebnisse zeigen daher den Bedarf an praktischen Strategien und pädagogischen Lösungen, die das „Ungesagte“ im Sinne von Authentizität neu benennen können.
Morte, traumi, malattie, lutto, disabilità, guerre, religione, alcol, politica e sessualità sono temi spesso definiti "tabù" nel dibattito pedagogico. Il presente studio empirico indaga pertanto la percezione di tali temi da parte di docenti e studenti e analizza in che misura essi siano presenti o in larga parte assenti nelle lezioni di inglese dei licei linguistici italiani. In ambito didattico, infatti, l'"indicibile" viene spesso escluso dai materiali e dalle pratiche didattiche, sia per ragioni di tutela emotiva e di sensibilità culturale, sia nell'intento di promuovere un'istruzione ritenuta "neutra" e "dicibile". Tale esclusione solleva di conseguenza interrogativi sulla completezza della formazione linguistica e culturale degli studenti e sulla loro capacità di esprimersi in modo adeguato di fronte a esperienze reali e complesse. Per questa ragione, i criteri di selezione dei contenuti vengono esaminati da una prospettiva didattica, curricolare e legata alla pratica in classe. La ricerca comprende quindi un'analisi della letteratura interculturale di riferimento, accompagnata da un'indagine sulle pratiche didattiche, da un focus group con docenti di inglese e da un questionario rivolto agli studenti, che offre elementi sulla loro percezione degli effetti dei tabù sulla propria esperienza di apprendimento. In questa prospettiva, la classe viene intesa come spazio di dialogo tra la cultura di origine degli studenti, la cultura scolastica e la cultura della lingua target: un dialogo in cui il tabù emerge proprio nei punti di intersezione e rende visibili le differenze tra ciò che viene dato per noto e ciò che è considerato "indicibile". I risultati evidenziano pertanto la necessità di strategie pratiche e soluzioni pedagogiche in grado di dare di nuovo un nome al "non detto" in un'ottica di autenticità.
IL ‘NON DETTO’ DELLE LEZIONI DI LINGUA INGLESE. ARGOMENTI TABÙ, SCELTE DIDATTICHE E IMPLICAZIONI EDUCATIVE
LONGO, SOFIA
2025/2026
Abstract
Tod, Traumata, Krankheiten, Trauer, Behinderungen, Kriege, Religion, Alkohol, Politik und Sexualität sind Themen, die in der pädagogischen Diskussion häufig als „Tabu“ bezeichnet werden. Die vorliegende empirische Untersuchung erforscht daher die Wahrnehmung solcher Themen durch Lehrkräfte und Schüler und analysiert, inwieweit diese im Englischunterricht italienischer Sprachgymnasien präsent oder weitgehend abwesend sind. In der Didaktik wird das „Unaussprechliche“ nämlich häufig aus Lehrmaterialien und praktiken ausgeschlossen, sei es aus Gründen des emotionalen Schutzes und der kulturellen Sensibilität, sei es im Bestreben, eine als „neutral“ und „sagbar“ geltende Bildung zu fördern. Dieser Ausschluss wirft folglich Fragen zur Vollständigkeit der sprachlichen und kulturellen Bildung der Schüler auf sowie zu ihrer Fähigkeit, sich angemessen auszudrücken, wenn sie mit komplexen, realen Erfahrungen konfrontiert werden. Aus diesem Grund werden die Kriterien für die Inhaltsauswahl sowohl aus didaktischer als auch aus curricularer und unterrichtspraktischer Perspektive betrachtet. Im Rahmen der Untersuchung erfolgt somit eine Analyse der einschlägigen interkulturellen Fachliteratur, begleitet von einer Untersuchung der Unterrichtspraktiken, einer Fokusgruppe mit Englischlehrkräften sowie einem an Schüler gerichteten Fragebogen, der Einblicke in deren Wahrnehmung der Auswirkungen von Tabus auf ihre Lernerfahrung bietet. Vor diesem Hintergrund wird das Klassenzimmer als Raum des Dialogs zwischen der Herkunftskultur der Schüler, der Schulkultur und der Kultur der Zielsprache verstanden, ein Dialog, in dem sich das Tabu gerade an den Schnittstellen zeigt und Unterschiede zwischen dem, was als bekannt vorausgesetzt wird, und dem, was als „unaussprechlich“ gilt, sichtbar macht. Die Ergebnisse zeigen daher den Bedarf an praktischen Strategien und pädagogischen Lösungen, die das „Ungesagte“ im Sinne von Authentizität neu benennen können.| File | Dimensione | Formato | |
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